1 April 2010

Chapter 38

Aufgeregt war ich schon als ich auf sie zuging. Schließlich weiß ich nicht was mich erwartet. Ich lief von hinten auf sie zu und blieb dann am Tisch stehen. „Hallo“ Sagte ich erst mal neutral und sah sie an. Sie drehte ihren Kopf und zog ein Lächeln als sie mich sah. „Hi, ich dachte schon du kommst nicht“ “Ich wollte schon viel eher hier sein aber ich kam nicht aus dem Knick“ “Dachte ich mir. Gehen wir hoch? Ich habe ein schönes Zimmer mit Meerblick“ “Von mir aus“ Schweigend fuhren wir nach oben und gingen in ihr Zimmer. Die Stimmung war schon angespannt, dass kannte ich gar nicht weil es sonst eigentlich immer entspannt war zwischen uns. Wir setzten uns auf den Balkon in die Sonne und ich sah mich erst mal um. Die Aussicht war wirklich gut, man kann den ganzen Strand von hier aus überblicken.
„Woher weißt du eigentlich das ich hier bin?“ Fragte sie plötzlich. Ich sah sie an und schnappte nach Luft. Hält sie mich für total bescheuert oder wie? Denkt sie es fällt nicht auf wenn sie stundenlang vor der Einfahrt lauert? Obwohl, vielleicht glaubt sie das ja, sie hat uns ja nicht gesehen und auch niemand anderes. „Ich habe dich gesehen“ Sagte ich dann mit einem ernsten Gesicht. In der nächsten Sekunde kroch ihr die Röte ins Gesicht und ich sah wie sie schluckte. „Das war eine blöde Idee“ Sagte sie dann mit einem nervösen Lächeln. „Ich mache es nicht mehr, versprochen“ Kam es dann noch kleinlaut während sie nervös im Stuhl rumrutschte.
Und ich dachte schon ich wäre nervös! „Das hoffe ich“ Versuchte ich ernst zu sagen, musste dann aber doch lächeln. „Ich hatte einen schwachen Moment“ “Was machst du hier?“ Fragte ich ganz direkt. „So was ähnliches wie Urlaub. Bei meinen Eltern in der Firma ist gerade nicht so viel zu tun und ich musste mal raus aus dem ganzen Wetterchaos“ Ich nickte mit dem Kopf und suchte nach einer passenden Antwort. Es lief ein bisschen zäh, ich wurde das Gefühl nicht los das sie es um jeden Preis vermeiden will auch nur Ansatzweise über Rafa zu reden. Mir entging nicht, dass sie auf meine Hand sah. „Ist eine dumme Geschichte mit der Hand. Bin vor dem Haus auf den Stufen ausgerutscht und das war es dann. Jetzt kann ich die nächsten Wochen mit dem Verband rumlaufen. Ich hatte zwar Glück das nichts gebrochen ist aber der Verband nervt auch“ “Sieht echt gefährlich aus“ “Es täuscht“ “Mhh“ Ich hatte ja die Hoffnung, dass sich die Stimmung noch lockert aber da sollte ich falsch liegen. Sie will sich anscheinend mit mir über das Wetter unterhalten.
Ich zwinge sie sicher zu nichts oder traut sie sich nicht anzufangen weil sie fürchtet, dass ich es ihr übel nehme? Wieder mal sah ich auf meine Uhr, es war immerhin schon nach um fünf. Fast eine Stunde reden wir um den heißen Brei und ich hatte keine Lust mehr. Wer nicht will, der hat schon. „Musst du los?“ Sie dachte wohl ich habe noch etwas vor weil ich auf die Uhr sah. Ich beschloss ihr eine Art Steilvorlage zu geben und wenn sie nicht darauf einsteigt, kann ich es auch nicht ändern. „Nein, ich habe Zeit. Solange die Playstation noch funktioniert, vermisst Rafa mich sowieso nicht. Er hat gesagt ich soll mir ganz viel Zeit lassen“ Sie sah mich eine Weile von der Seite an und schien zu überlegen was sie sagt. „Was macht er denn jetzt?“ Ich zuckte mit den Schultern und überlegte was ich sage.
„Nicht viel, Tennis spielen darf er diese Woche nicht“ “Spielt er wirklich erst wieder in Indian Wells?“ Ich konnte nicht anders als zu lächeln, so kannte ich sie. Sie sagte das schon so leicht deprimiert, ich weiß ja das sie gerne Tennis guckt aber eben nur wenn Rafa spielt. „Steht noch nicht genau fest aber es sieht alles danach aus. Er würde auch lieber spielen aber es geht eben nicht“ “Das letzte Spiel bei den Australian Open war echt der Horror! Ich dachte nichts schlimmes und dann das! Wäre zwar sowieso eng geworden aber so ein Ende wollte wohl keiner“ “Mich hat es auch schockiert aber es sah schlimmer aus als es zum Glück ist. Die Begeisterung von Rafa hält sich in Grenzen aber er kann es nicht ändern. Es stürzt ihn zumindest nicht in Depressionen“ “Gut zu wissen“ Ihr vorsichtiges Lächeln wich dann gleich wieder einem ernsten Gesicht. Dabei war ich doch froh, dass sie die Stimmung entspannte! Macht sie jetzt wieder dicht?
„Ich weiß nicht was du denkst warum ich hier bin aber ich mache das nicht um an Informationen zu kommen. Ich meine, von mir erfährt niemand etwas“ Ich sah wie sie nervös mit den Händen spielte und wohl auf meine Antwort wartete. Etwas erstaunt war ich das sie das so direkt sagte. „Wenn ich das denke, wäre ich jetzt nicht hier“ Das war nicht so ganz die Wahrheit aber ich wollte sie nicht noch mehr verunsichern. “Das ist nicht ganz so einfach. Ich muss mich erst mal daran gewöhnen das du mit Rafa zusammen bist. Ich weiß nicht ob du das nachvollziehen kannst aber ich fühle mich irgendwie nicht gut dabei wenn wir über ihn reden. Das kommt mir immer so vor als würde ich zu weit gehen und seine Privatsphäre verletzen.“ Ich holte Luft und war froh, dass sie endlich mal auspackt.
„Ich kann’s verstehen aber mache dir nicht so viele Gedanken, er ist normaler als die meisten denken und es stört ihn nicht wenn wir über ihn reden. Das heißt, solange dann nichts im Internet auftaucht“ “Kann ich verstehen, ich weiß das er öffentlich nicht über sein Privatleben spricht. Ich gebe zu das es mir schwer fällt nichts zu sagen aber du kannst dich auf mich verlassen. Ich meine, ich stelle doch nicht meine beste Freundin bloß nur um den anderen was zum nachdenken zu geben. Ich lese es inzwischen nicht mehr aber ich weiß ja was los war als die ersten Bilder im Internet aufgetaucht sind. Klar wollen alle wissen wer du bist. Es klingt vielleicht blöd jetzt aber ich kann inzwischen verstehen warum du das gemacht hast“ Das klang gut! Endlich reden wir mal darüber, dass brannte mir schon lange auf der Seele. Was meinte sie jetzt genau? Alles zusammen?
„Das entschuldigt es trotzdem nicht. Ich fühle mich jetzt noch unwohl wenn ich daran denke. Mir ist klar das ich etwas unverzeihliches getan habe mit den ganzen Lügen“ “Ich war wahrscheinlich nicht ganz unschuldig daran. Im Nachhinein verstehe ich das du es für dich behalten wolltest. War sicher auch besser so“ “Da hatte ich so meine Zweifel. Natürlich wollte ich nicht die Freundschaft auf’s Spiel setzen aber ich musste mich entscheiden“ Langsam erschien ihr vorsichtiges Lächeln wieder. „Ich hätte mich wohl auch für ihn entschieden“ “Er kann dich aber nicht ersetzen“ “Ich habe wohl Überreagiert. Ich gebe es ja zu, ich war nur so sauer weil du nichts gesagt hast. Ich meine abgesehen davon das ich neidisch bin“ Ich musste lachen und schüttelte mit dem Kopf.
„Wirklich, ich gebe es auch zu weil alles andere gelogen wäre“ “Lief wohl blöd alles“ “Ja, ich hätte nie gedacht das Rafa es schaffen würde uns auseinander zu bringen. Er wollte es zwar sicher nicht aber er ist ja der Grund“ Mein Gesicht wurde gleich wieder ernst als ich daran dachte wie Rafa reagiert hatte als ich ihm das mit Sara erzählt habe. „Er wollte das nicht, dass kannst du mir glauben. Er kann die Aufregung nicht so richtig verstehen“ “Stimmt ja auch, eigentlich war es das alles nicht wert. Es wäre nie so weit gekommen wenn ich ein normales Hobby hätte“ „Und jetzt?“ Fragte ich dann vorsichtig. „Ich weiß nicht, vielleicht sollten wir es langsam angehen lassen. Ich meine wenn du willst, können wir uns ja mal treffen, ich meine zu Hause“ Klar wollte ich das! Die letzten Monate fehlte mir richtig jemand mit dem ich über alles und jeden tratschen kann.
„Das sollten wir machen“ Ich atmete innerlich erleichtert auf, endlich klärt sich alles und ich muss nicht befürchten das sie zur Presse rennt. Das hätte ich ihr sowieso nicht zugetraut aber ich war nur so skeptisch weil sie so extrem ausgeflippt ist und wer weiß denn schon ob sie sich nicht mal rächen will.

Nachdem wir erst nicht so richtig in Schwung kamen, machte es dann umso mehr Spaß und ich vergaß total die Zeit. Ich könnte Stunden mit ihr quatschen ohne mich zu langweilen, dass es länger dauert merkte ich erst als es langsam dunkel wurde. Bis ich dazu kam mal zu gehen, war es um sieben durch. Ich hätte heute Mittag nicht gedacht, dass es so lange dauert aber ich war auch ganz froh darüber. War ein gutes Zeichen.
Ich wollte noch etwas frische Luft schnappen und lief dann vom Hotel zurück. Sie hat angeboten mich zu fahren aber ich wollte mal alleine sein ein paar Minuten. Zum ersten mal hatte ich das Gefühl, dass sich die Geschichte mit Sara doch noch zum Guten wendet. Wäre auch schade um die jahrelange Freundschaft. Vielleicht hat sie Recht, wir haben beide unseren Teil dazu beigetragen das es soweit kommen konnte.

Es war stockdunkel als ich am Ziel an kam. Licht brannte keins wie ich sah von der Straße aus aber vielleicht klebt Rafa ja noch an seiner heißgeliebten Playstation. Im Flur brannte aber Licht als ich rein kam und Musik lief auch also ist er nicht weit. Es roch auch nach Tomatensoße oder so was ähnliches, Hunger hatte ich jetzt auch, seit heute Mittag kam ich nicht mehr dazu etwas zu essen. Kocht er etwas wieder Pasta? Ist aber egal solange es überhaupt etwas zu Essen gibt. Ich zog meine Schuhe aus und lief dann gleich zielgerichtet in die Küche.
Der Anblick von Rafa vor dem Herd war ungewohnt. Es ist selten, dass er mal selbst kocht, er hat es wohl auch nur getan weil ich nicht da war. Bemerkt hat er mich wohl auch nicht also schlich ich mich von hinten an ihn ran und umarmte ich dann ohne Vorwarnung. Seiner Reaktion nach zu urteilen war er erschrocken. „Hey, bist du verrückt geworden?“ Kam es nur bevor er zur Seite sah. Ich zog ein breites Lächeln und sah über seine Schulter. „Tut mir leid, ich wollte dich nicht stören“ “Ich dachte du bleibst bis Mitternacht weg“ “Hast du mich doch vermisst?“ “Ein bisschen“ “Ich denke du willst deine Ruhe? Vorhin wolltest du mich doch unbedingt für lange Zeit los werden“
Er drehte sich um und zog ein gefrustetes Gesicht. „Ich habe verloren“ Im nächsten Moment lachte ich laut los und schüttelte mit dem Kopf. Ich konnte mir das nicht verkneifen weil er mich so übertrieben deprimiert ansah. „Was hast du gespielt? Fußball?“ “Du hast es erraten“ “Soll ich dich trösten?“ Dauerte gar nicht lange bis sein Lächeln wieder erschien. „Das kannst du später“ Ich zog ihn an seinem Shirt näher zu mir und küsste ihn sanft. „Warum nicht gleich?“ “Weil das Essen gleich fertig ist“ Das wollte ich nicht hören also rollte ich mit den Augen und ließ ihn wieder los. „Wie du meinst“

Das Essen zog sich ziemlich in die Länge weil Rafa natürlich auch interessierte was Sara gesagt hat. Von mir aus bleiben wir den restlichen Abend hier sitzen, es war richtig gemütlich. Auf dem Tisch standen Kerzen und die Beleuchtung war leicht abgedunkelt, es war zu romantisch. Ich sah über den Tisch und könnte direkt auf unanständige Gedanken kommen, Rafa sah unverschämt gut aus in dem warmen Kerzenlicht. Wenn er mich dann noch mit so einem interessierten Blick mustert, könnte ich über den Tisch springen. „Bist du nächste Woche eigentlich auch noch krank?“ Ich wurde aus meinen schönen Gedanken gerissen und überlegte kurz. „Weiß ich noch nicht genau, ich muss am Montag nochmal zum Arzt. Ich fürchte aber fast das ich noch länger krank bin. Warum interessiert dich das so, willst du mich besuchen?“ „No, dafür werde ich leider keine Zeit haben weil ich nächste Woche in Barcelona bin“ “Wegen dem Knie?“ “Unter anderem, ich habe noch ein paar Termine mit Sponsoren“ „Mhhh“ “Kannst ja vorbei kommen wenn du Zeit hast“ Das klang gut, ich denke er hat keine Zeit? Jetzt kommt es ja doch noch so weit, dass er mich überall mit hinschleppt.
“Mal sehen, versprechen kann ich nichts. Irgendwann muss ich wieder mal arbeiten“ Er nickte leicht mit dem Kopf und sah mit einem abwesenden Blick auf die Kerze. Hört er mir überhaupt zu? Es schien mir nämlich nicht so. „Wie würdest du das finden wenn ich in einem Musikvideo mitspiele?“ Fragte er plötzlich leise und sah weiter auf die Kerze. „Was?“ Fragte ich nur und wusste gar nicht was jetzt Sache ist. Er sah dann wieder zu mir und zog seine Augenbrauen hoch. „Überlegst du jetzt so rein theoretisch oder wie?“ Fragte ich dann weiter. Ich konnte mir absolut nicht zusammenreimen wie er darauf kommt. Strebt er eine Karriere als Schauspieler an? „Shakira hätte mich gern in ihrem neuen Video“ Ich sah ihn ein paar Sekunden mit großen Augen an und fragte mich ob ich das eben richtig verstanden habe. Shakira will ihn in ihrem Video? Will er mich gerade verarschen? Es ist doch noch gar kein 1. April!
„Du spinnst!“ Sagte ich dann vorsichtig und war mir eben nicht so sicher ob es wirklich ein Scherz ist. Sein Lächeln ließ nicht lange auf sich warten. „No, tue ich nicht. Sie hat mich schon vor einer ganzen Weile gefragt“ Ok, er meint es also ernst. Ich war nur so perplex, weil ich nicht dachte das er es machen würde. „Willst du das machen?“ Fragte ich neugierig weiter. „Weiß ich nicht genau, deswegen frage ich dich doch! Sie dreht es nächste Woche in Barcelona. Ich meine, die haben es extra so gelegt das es passt mit meinem Terminkalender“ Ich nickte mit dem Kopf und dachte kurz darüber nach. Was soll er denn da machen in dem Video? Ich kenne ihre Videos und sie will Rafa sicher nicht als Tennisspieler haben. Man muss schon darauf gefasst sein, dass es ein bisschen was zu sehen gibt.
Daher wunderte es mich auch das er ernsthaft darüber nachdenkt. „Welcher Song wird es denn?“ “Gypsy beziehungsweise Gitana“ “Was sollst du da genau machen?“ Also das interessierte mich jetzt schon! Soll er sich passend zum Inhalt als Zigeuner verkleiden? „Ich habe keine Ahnung. Falls ich es mache, treffen wir uns nächste Woche bevor das losgeht und klären das. Ich lasse mich sicher zu nichts zwingen“ “Das heißt du willst es machen?“ “Weiß ich nicht. Ich meine, wenn ich sie nicht kennen würde, hätte ich gleich abgelehnt. Sie gehört sicher nicht zu meinem engeren Freundeskreis aber ich telefoniere ab und zu mit ihr. Es wäre zumindest mal etwas anderes“ Was ich davon halten sollte wusste ich auch nicht. So spontan überlegt habe ich kein gutes Gefühl dabei.
Es hängt davon ab was es für ein Video werden soll. Ich fürchte nur, dass er mir das übel nimmt, wenn ich es ihm versuche auszureden. Dann nutzt er jede Möglichkeit mir das vorzuwerfen weil ich ihn davon abhalte. Es ist am Ende nur ein Musikvideo, basta. „Würdest du es ablehnen wenn es mir nicht passt?“ Fragte ich dann ernst und wartete gespannt auf seine Antwort. Ich wollte es ihm gar nicht ausreden sondern nur sehen was er sagt. Da wird sich ja gleich zeigen, ob er auf mich Rücksicht nimmt oder ob es ihm egal ist was ich davon halte. “Sí, ich setze sicher nicht meine Beziehung auf’s Spiel um ihr einen Gefallen zu tun. Deswegen frage ich dich doch“ Hatte ich denn überhaupt eine Wahl? Am Ende heißt es dann das Rafa es nicht gemacht hat weil ich es ihm verboten habe. Dann bin ich wieder die Dumme.
Nebenbei fiel mir auf, wie ernst die Stimmung inzwischen geworden war, so hatte ich mir das nicht vorgestellt. Ich holte tief Luft und nickte dann mit dem Kopf. „Es ist deine Entscheidung, ich will mich nicht einmischen“ “Ich will aber nicht das du dann sauer auf mich bist“ “Mache dir nicht so viele Gedanken um mich. Ich weiß das du gelegentlich auch andere Dinge abseits von Tennis machst. So schlimm kann es nicht werden, no?“ Er sah mich ein paar Sekunden mit einem nervösen Lächeln an. “Abwarten“ Sein zögern verstehe ich nicht ganz, entweder er macht es oder eben nicht. Wo ist das Problem? “Ich hätte dich gerne dabei“ Kam es dann noch vorsichtig. „Warum?“ “Ich meine nicht wegen dem Video, ich meine allgemein. Wenn du sowieso noch krank bist geht es doch, no?“ Wenn er so fragt und mich dann noch so flehend ansieht, kann ich doch gar nicht anders als ja zu sagen.
Da ich dem Blick nicht widerstehen konnte, lief ich um den Tisch und setzte mich auf seinen Schoss. „Wenn dir so viel daran liegt, komme ich vorbei falls ich noch krank geschrieben bin“ Er legte seine Arme um meine Taille und zog das berühmte Lächeln. „Wenn ich zu aufdringlich werde, sage es“ Jetzt musste ich lachen. “No, ich bin nur etwas erstaunt“ “Weil ich dich sehen will?“ “Bis vor ein paar Wochen hast du mich im Dunkeln tappen lassen was du von mir willst und jetzt sagst du das du mich überall dabei haben willst“ “Es ist so. Ich weiß was ich verlange aber ich kann nicht anders. Wenn ich dich sehe wird alles andere irgendwie nebensächlich. Vor ein paar Jahren habe ich mich gefragt wie verrückt jemand sein muss der seine Karriere aufgibt um mehr Zeit für privates zu haben. Wer wirklich was erreichen will in dem verrückten Geschäft, muss früher oder später privates hintenan stellen. Inzwischen kann ich das aber verstehen weil ich ziemlich schnell gemerkt habe, dass ich als Ausgleich für den ganzen Stress ein total langweiliges Privatleben brauche um nicht abzuheben. Die Medien tun immer so als würde ich alles mit links machen aber das stimmt nicht. Die Energie für den ganzen Stress hole ich mir fernab von allen Tennisplätzen und seit ich dich kenne erscheint es mir alles viel einfacher“
Ich holte tief Luft und muss zugeben, dass ich etwas gerührt war von seine Ansprache. Das er mich sozusagen als Energiequelle nutzt, hätte ich nicht gedacht. Was ich sagen soll wusste ich nicht also sah ich ihn nur an. Ich kann nicht versprechen ihn in Ruhe zu lassen, die Nähe zu ihm war zu viel weil ich nicht nachdenken kann wenn er mich umarmt. Worte fielen mir keine ein also küsste ich ihn einfach, dass war doch auch eine angemessene Antwort. Anfänglich waren es noch ein paar sanfte Küsse aber das änderte sich schnell. Ich hatte schon völlig vergessen wo wir waren und meine Hände gingen auf Wanderschaft. Wie blöd, dass wir noch am Tisch saßen!
Aufhören wollte ich aber auch nicht mehr. Ich könnte absolut wahnsinnig werden von den gierigen Küssen. Seine Hände schoben mein Top etwas nach oben und verschwanden dann darunter. Ich spürte das kribbeln und diese gefährliche Spannung zwischen uns. Leider löste er sich sehr zu meinem Bedauern von mir. „Lass uns nach oben gehen“ Och nein, warum müssen wir hoch gehen? Das macht nur die Stimmung kaputt! Ich küsste ihn weiter am Hals also stand er auf und hob mich hoch. Ok, wenn er das so macht und ich ihn nicht loslassen muss, können wir darüber reden.
„Höre auf!“ Kam es ernst als wir etwas in der Hälfte der Treppe waren. „Warum?“ Flüsterte ich ihn sein Ohr und knabberte dann an seinem Ohrläppchen. „Weil ich dich sonst fallen lasse!“ Das will ich natürlich nicht aber ich kann nicht anders also ignorierte ich ihn einfach und machte weiter.

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