11 November 2010

Chapter 69

Ich dachte schon eine Weile darüber nach. Es ist eine Sache mit jemandem zusammen zu wohnen aber nochmal was ganz anderes zu heiraten. Vor einer Weile konnte ich es mir auch nicht vorstellen mit Rafa zusammen zu wohnen aber ich kenne ihn inzwischen gut genug um den Schritt zu wagen. Er würde es vielleicht auch schaffen mich zum Heiraten zu überreden wenn er hartnäckig wäre. Ich hatte ja vor Rafa auch schon Beziehungen aber an sowas wie heiraten hatte ich noch nie gedacht. Vielleicht war auch nur der Gedanke am Anfang so erschreckend, man kann sich an vieles gewöhnen.
Sollten wir in sechs oder sieben Jahren noch zusammen sein, könnten wir da ja mal genauer drüber nachdenken. Ich weiß ja das ich viel Glück habe Rafa als Freund zu haben und das nicht nur in finanzieller Hinsicht. Das einzige worüber wir uns aktuell den Kopf zerbrechen sollten ist was wir in der Woche nach den US Open machen. Er hat da ja frei und wir wollten ja Urlaub machen. Nach New York spielt er ja in Thailand ein Turnier also wäre es praktisch für ihn wenn wir sozusagen in Richtung Osten fliegen um Urlaub zu machen damit er dann nicht 10 Stunden oder mehr Zeitverschiebung hat wenn er nach Thailand fliegt. „Was wäre denn wenn du die US Open gewinnst?“ Fragte ich dann aus meinen Gedanken raus, das Gesicht was er zog war auch filmreif. So total fassungslos und schockiert.
„Höre auf davon zu reden! Das wird nicht passieren!“ “Wieso nicht, du hast doch in den letzten Monaten alles gewonnen, darunter zwei Grand Slam Turniere und drei Masters 1000 falls es dir entfallen ist“ “Gracias das du mich daran erinnerst. Das ist utopisch, daran denke ich jetzt noch nicht“ “Na ja ich meine ja auch nur so. Du hast doch gesagt, dass du frei hast in der Woche danach. Jetzt nur mal rein hypothetisch angenommen du gewinnst in New York, hast du dann auch frei in der Woche danach oder musst du dann nach Madrid und hier her sozusagen um dich feiern zu lassen?“ “Das käme dann drauf an. Also besser wäre es wenn wir zwei oder drei Tage Luft haben dazwischen für den unwahrscheinlichen Fall das ich da gewinne. Um eine Pressekonferenz in Madrid oder Barcelona würde ich dann sicher nicht drum rumkommen. Wo willst du hinfahren?“ “Na ja, du hast ja gesagt du spielst dann Bangkok also fällt vieles schon weg wenn wir uns irgendwo zwischen hier und Thailand aufhalten wollen. Mauritius warst du ja schon und in Kenia war ich schon. Ich hätte gesagt Vereinigte Arabische Emirate aber da waren wir ja auch schon und du kommst da ja nächstes Jahr wieder hin“ “Silvester und dann im Februar nochmal“ “Ok, lass mich überlegen… wie wär’s mit Sansibar?“ “Wo ist das?“ Das hatte ich mir gedacht, dass er das fragt. „Eine kleine Insel im indischen Ozean vor Tansania“ “Die Inseln sind da alle gleich oder nicht? Ich meine Mauritius, Seychellen und Malediven werden sich nicht so groß unterscheiden außer das Mauritius größer als die anderen ist“ “Bleibt noch Bali aber das ist ja auch eine Insel. Wie wär‘s mit Indien oder Sri Lanka?“ Ein paar Sekunden schien er zu überlegen.
„Indien wäre nicht schlecht, da war ich zuletzt in Chennai als ich dort gespielt habe, das war vor zwei Jahren glaube ich. Wir können auch gleich nach Thailand fliegen“ Er wusste wohl nicht warum aber ich musste plötzlich lachen. „Das sind echt Probleme, die Welt ist so groß und wir haben so wenig Zeit aber gut, bleiben wir vorerst bei Indien und Thailand“ “Mir ist das nicht so wichtig. Ich bin andauernd unterwegs und richte mich da nach dir, wenn du sagst du willst nach Indien machen wir das. Solange du dabei bist ist es mir egal wo wir hinfahren“ “Egal ist das nicht, es muss schon warm sein“ Es war schon verrückt, als ich Rafa noch nicht kannte, habe ich ganz normal wie jeder andere auch Geld gespart und bin dann im Sommer mit Sara nach Spanien oder irgendwo anders im Mittelmeerraum gefahren und jetzt kann ich es mir praktisch aussuchen wo ich hin will.
Ich habe ja schon viel gesehen in diesem Jahr und hätte auch auf einen weiteren Urlaub verzichten können aber ich kann verstehen das Rafa nicht zu Hause bleiben will. Die wenigen Wochen wo er mal frei hat ist die einzige Möglichkeit das er mal irgendwohin fahren kann wo er sonst nie hinkommt während der Turniere weil die ja auch immer an denselben Orten stattfinden.

Es war schon ein bisschen komisch, dass wir unsere Ruhe hatten am Strand. Mich stört das natürlich nicht, ich bin gerne mal mit ihm alleine und muss nicht ständig Leute um mich haben. Fast fühlte es sich an als wenn wir normale Touristen wären die den ganzen Tag faul am Strand liegen. Es fällt Rafa sicher schwer den ganzen Tag faul zu sein wobei er das auch mal nötig hatte. Die letzten Monate war er ja ständig auf Achse und das er jetzt tatsächlich keinen Tennisschläger anfasst, spricht für sich. Mit dem Essen gehen bei seinen Eltern kamen wir auch um das kochen drum rum. Ich würde es zwar schon machen wenn ich müsste aber so ist es bequemer. Ich musste ja vorher noch Haare waschen und duschen also verschwanden wir um fünf vom Strand und fuhren zurück nach Porto Cristo. Nachdem Rafa ja sich erst geweigert hat mit mir zu reden bin ich froh, dass sich alles wieder entspannt hat.

„Bist du fertig?“ Warum hat er es so eilig heute? Gut, es war schon nach um acht aber das macht doch nix wenn wir 10 Minuten später erscheinen. Eigentlich ist er es doch der immer ewig rumtrödelt und erst eine halbe Stunde später erscheint. „Bin gleich fertig“ Rief ich laut von oben und zog mein Kleid noch zurecht. Im gefiel ja das Kleid so was ich letzte Woche zum Champions Dinner getragen hatte und ich wollte es ja schon gestern Abend anziehen aber dann dachte ich mir das er es sowieso nicht zu schätzen weiß weil er so eine üble Laune hatte und keinen Ton gesagt hat. Wie ich sah stand er mit verschränkten Armen an der Haustür und wartete wohl auf mich. So total genervt sieht er irgendwie auch gut aus. Das erinnert mich an meinen Exfreund, der Pünktlichkeit über alles liebte und mir daher immer einen Riesenszene gemacht hat wenn er mal drei Minuten auf mich warten musste. Das Problem werde ich mit Rafa sicher nicht haben. Ich musste kichern als ich ihn so stehen sah und lief langsam die Treppen nach unten. „Deine Eltern werden uns schon nicht gleich vermisst melden wenn wir ein bisschen später kommen“ Meinte ich dann mit einem amüsierten lächeln.
Es sah so aus als wenn er etwas antworten wollte aber er blieb stehen und sah mich nur mit großen Augen an. Ich sah kurz an mir nach unten und blieb dann vor ihm stehen. „Dir hat das Kleid doch so gefallen letzte Woche“ Meinte ich dann da er nichts sagte und mich mit einem breiten Lächeln von oben bis unten musterte. Ein wenig nervös wurde ich da schon. „Es hat zwar lange gedauert aber du siehst echt umwerfend aus. Ich versuche mich zu beherrschen aber ich weiß nicht ob es mir gelingt“ Ich sah es schon an seinem Blick, das er sich freut. „Wir sind ja auch mal wieder hier, no?“ Meinte ich nur mit einem breiten Grinsen und lief raus zum Auto. Ich dachte ja er fährt mal los als wir im Auto saßen aber er sah zu mir und dachte wohl gar nicht daran loszufahren. Ganz langsam kam er näher zu mir aber ich konnte mir das nicht so richtig erklären. Werst dachte ich er will mich küssen aber so sah es nicht aus.
„Was ist?“ Fragte ich dann einfach. „Riechst du nach Schokolade?“ Kurz musste ich überlegen. Ich war ja vorhin duschen und hatte mich danach mit einer Körperbutter eingecremt wo Kakaobutter enthalten ist. Das es so extrem riecht, hatte ich aber nicht vermutet. „Ähhm könnte sein, ich habe mich vorhin eingecremt“ Im nächsten Augenblick umschlang er mich erst und küsste mich dann. Ein wenig überrascht war ich aber schon wobei mir nicht entgangen war, das er leicht nervös ist. „Hey, was soll das denn?“ Fragte ich dann und versuchte ihn von mir fern zu halten während ich lachen musste. Wenn ich jetzt darauf einsteige, kommen wir nie in Manacor an. Er drehte sich von mir weg und sah auf das Lenkrad, der Gesichtsausdruck erinnert mich an ein kleines Kind, das etwas angestellt hat und dabei erwischt wurde. „Es tut mir leid“ Kam es dann noch ganz sachlich. Ich musste wirklich lachen, er benimmt sich schon etwas absonderlich heute. „Fahre einfach los“ Sagte ich dann nur und zwickte ihn in den Arm.

Erst dachte ich seine Eltern sagen vielleicht was weil wir statt um acht erst halb neun erschienen sind aber es störte sie wohl nicht oder sie haben einfach damit gerechnet das wir nicht pünktlich sind weil wir das nie sind. Es fiel mir schon schwer nicht an gestern Abend zu denken, es war alles genauso wie gestern. Zwar gibt es was anderes zu essen aber das andere ist gleich. Rafa tat ja gestern so als hätte ich eine ansteckende Krankheit, der Meinung scheint er heute nicht mehr zu sein.
Er rückte ja so nah es ging an mich und dabei würde es sicher nicht bleiben wenn seine Eltern nicht da wären und er sich nicht beherrschen müsste. Zwar fragte seine Mutter nicht nach was gestern los war aber ich schätze man sieht es auch daran wie wir uns verhalten was los ist. Nachdem wir uns gestern ja weitgehend ignorierten, klebte Rafa heute wie ein Klette an mir. Er neigt gelegentlich dazu zu übertreiben und zwar in beide Richtungen, entweder er beachtet mich überhaupt gar nicht oder ich kann kaum in Ruhe Luft holen. Es wunderte mich schon das er seinen Eltern noch gar nicht verkündet hatte mit welch zweifelhaften Neuigkeiten wir morgen in der Presse auftauchen. Er hatte ja damals als er überraschend bei mir aufgetaucht war auch vorher gesagt wo er ist damit die Presse nicht schneller ist. Vielleicht ist die Geschichte aber so unglaublich, dass er meint es nicht sagen zu müssen weil es sowieso niemand glaubt.
Zumindest hatten wir nicht darüber geredet wie wir damit jetzt weiter umgehen. Vielleicht sollten wir einfach abwarten was passiert. Ich ging fest davon aus, dass nichts mehr passiert bis wir wieder gehen wollten und an der Tür standen. Rafa machte einen auf geheimnisvoll und meinte, er will noch etwas sagen. Entsprechend der Ankündigung sahen uns seine Eltern dann auch dementsprechend gespannt an. Ich wusste nicht warum ich wurde da ein bisschen nervös. Er blieb neben mir stehen und hielt meine Hand fest während er es wohl absichtlich spannend macht weil es ihm Spaß macht die Leute auf die Folter zu spannen. „Wir haben uns verlobt“ Kam es plötzlich ganz ernst.

Ich wartete schon ganz ungeduldig auf den Rest aber es kam nichts mehr! Kann es sein, dass er da ein bisschen was vergessen hat? Mir blieb im wortwörtlichen Sinne die Luft weg und seinen Eltern scheinbar auch wenn ich das richtig deutete, seiner Mutter fiel ja förmlich das Lächeln aus dem Gesicht. Irgendwie standen alle da wie vom Blitz getroffen, niemand sagte einen Ton, mich inbegriffen und ich wusste vorher schon davon. Wenn er das so sagt, ist es erschreckend das zu hören. Die Stimmung war blitzschnell am kippen, komisch fand ich das jetzt nicht mehr. Ist er verrückt geworden?
„Was?“ Fragte Ana Maria dann nur nach einer scheinbar endlosen Stille, die sicher nur wenige Sekunden dauerte aber mir erschien es wie Stunden. „Na da erscheint morgen so ein Artikel in einer Klatschzeitung, die haben da was missverstanden“ Puh, war ich froh das Rafa doch noch mit der ganzen Wahrheit raus rückte. Kurz dachte ich er will das wirklich so stehen lassen. Das Gesicht seiner Mutter entspannte sich sichtbar im nächsten Augenblick. „Tue das nie wieder!“ Sagte sie dann übertrieben streng und musste dann aber auch schon darüber lachen. Ich musste mich auch erst von dem Schreck erholen, für eine kurze zeit dachte ich Rafa ist jetzt total übergeschnappt. Kann er das nicht anders machen wenn er sehen will ob er die Leute damit schocken kann?

„Bist du total übergeschnappt?“ Fragte ich vielleicht etwas zu ernst als wir wieder im Auto saßen. Rafa war sich offenbar keiner Schuld bewusst, sein Lächeln war ein bisschen zu breit dafür. „Was denn? Ich konnte doch nicht ahnen das die so reagieren. Es war nicht meine Absicht alle zu erschrecken falls du das meinst, ich dachte die merken gleich das ich sie veralbern will“ So richtig lachen konnte ich nicht darüber. Jedenfalls fand ich es nicht so unheimlich komisch wie er. Das hat er doch mit Absicht so komisch formuliert sonst hätte er ja erst gesagt das es in der Zeitung steht und dann erst die Geschichte dazu. „Ich dachte schon du sagst gar nicht mehr das es eine Zeitungsente ist“ “Hey, entspanne dich, ging ja nochmal gut“ Ich sah geradeaus auf die Straße und fand es schade das er mit dem blöden Scherz die ganze Stimmung ruiniert hat. „Wäre es so schlimm wenn es stimmen würde?“ Kam es dann plötzlich. Ich sah kurz zu ihm rüber und rollte dann mit den Augen.
Da ich nicht noch mit ihm streiten wollte, sagte ich gar nichts mehr. Die Stimmung war schon drückend und ich war froh das es nicht weit ist bis nach Porto Cristo. „Es tut mir leid, ok? Ich wollte das so nicht“ Meinte er dann plötzlich als wir wieder bei seinem Haus waren. Ich stieg aus dem Auto und machte die Tür nach mir zu. Mir ist ja klar das er wohl nicht in Betracht gezogen hat das seine Eltern am zweifeln waren ob es stimmt oder nicht. Der absolute Knaller wäre ja gewesen wenn er es nicht aufgeklärt hätte. Ich war so platt in dem Moment, das ich wohl sicher nicht dazu gekommen wäre die Story richtig zu stellen wenn Rafa es nicht getan hätte. „Das du nicht mit bedacht hast das es glaubhaft wirkt habe ich gesehen“ Meinte ich dann nur und lief ihm nach zu der Sitzecke neben dem Pool. Er antwortete nichts und das Lachen war ihm wohl inzwischen auch vergangen da er mir nur einen ernsten Blick zuwarf. Da ich mir jetzt aber nicht den ganzen Abend davon versauen lassen wollte, holte ich uns was zu trinken und setzte mich dann neben Rafa. Es lief eben blöd aber jetzt ist es zu spät und seine Eltern werden ihm das schon nicht übel nehmen. Vorhin fand er seinen Witz ja noch ganz toll aber inzwischen sah er mich nur noch todernst von der Seite an.
Ich habe auch keine Lust jetzt den Rest des Abends darüber zu reden also drückte ich ihm sein Glas in die Hand. „Denke einfach nicht drüber nach“ Meinte ich dann um die Stimmung zu retten. Er sah gedankenverloren auf sein Glas und trank dann einen Schluck. „Ich hätte nicht gedacht, dass die wirklich denken das es stimmen könnte“ Kam es dann leise während er wohl in dem Glas sein Horoskop zu suchen scheint. „Na ja, du bist alt genug um das selbst zu entscheiden. Es gibt ja so verrückte die schon mit 18 heiraten“ Ich wollte ja die Stimmung auflockern aber es gelang mir nur teilweise, er zog immer noch so ein ernstes Gesicht. „Schon aber ich dachte das meine Eltern mich kennen und das einschätzen können wenn ich sowas sage“ Es war zwar nicht zum lachen aber ich musste spontan lachen, es hatte was wie er das sagte und so ein ernstes Gesicht dabei zog. „Das ist mein schlechter Einfluss auf dich“ Meinte ich nur mit einem feixen, immerhin lächelte er mal kurz. „So schlecht kann dein Einfluss auf mich nicht sein denn sonst hätte ich in diesem Jahr keine zwei Grand Slam Turniere und fünf Masters Turniere gewonnen“
Kurz überlegte ich, wenn er das so sagt... „Ich war nicht in Madrid und du hast trotzdem gewonnen“ Stellte ich fest und war froh das er mich nicht mehr so todernst ansieht. „Wir haben ja telefoniert, das zählt mit“ “Und das Jahr ist noch nicht um! Wenn du die US Open nicht gewinnst, kannst du gleich in New York bleiben!“ Ich musste über mich selbst lachen, das muss schon fast wie ein Drohung bei Rafa angekommen sein. Seinem Lächeln nach zu urteilen freute er sich darüber. „Du musst jetzt noch drohen das du nur nach New York kommst wenn ich im Finale spiele“ Bisher war das auch mein Plan. Das Halbfinale und Finale will ich schon live sehen falls er soweit kommt. „Sí! Es soll sich ja auch lohnen, ich will nicht umsonst so weit fliegen“ “Früher hat es dir auch gereicht mich nur zu sehen und jetzt verlangst du das ich ins Finale komme“ “Du tust ja gerade so als wäre das etwas absolut unmögliches“ “Es ist wirklich schwierig ins Finale zu kommen“ “Das streite ich gar nicht ab aber es läuft doch eben so gut da kannst du das Ding auch noch mitnehmen. Dich wird keiner als gierig bezeichnen nur weil du Trophäen sammelst wie andere Briefmarken“ “Du müsstest dich mal reden hören“ Als er das sagte, musste ich an Sara denken.
Die hatte ja auch schon oft bemerkt, das ich inzwischen so über Tennis rede als wenn ich mich seit Jahren damit befasse. Ich lehnte mich seitlich an ihn und legte meinen Kopf an seine Schulter. „Wenn du nicht gewinnst kann ich auch damit leben aber mir ist es lieber du gewinnst weil du sonst so eine üble Laune hast“ “Du kannst mich ja trösten“ Ich musterte ihn eine Weile und küsste ihn dann spontan am Hals nur war seine Reaktion anders als ich dachte. Statt darauf einzugehen fing er an zu kichern und hörte gar nicht mehr auf, mir war nicht bekannt das er kitzelig ist. Über mich macht er sich lustig und dann lacht er selbst. Ich wollte es ausnutzen und ihn ärgern aber er sprang auf und flüchtete vor mir. So einfach kommt er mir aber nicht davon, ich verfolgte ihn hartnäckig. Kurz kam mir der Gedanke in den Kopf das wir froh sein können das wir hier alleine sind und uns niemand sieht. Es siehst bestimmt bescheuert aus wie wir quer durch das Haus rennen und fangen spielen.

„Bleib stehen!“ Rief ich zum tausendsten Male aber er verschwand laut kichernd die Treppen nach oben. Ich lief langsam die Treppen nach oben um in Ruhe Luft zu holen und dachte manchmal ist er wie ein kleines Kind und er macht sich gar nichts daraus. Er blieb oben an der letzten Stufe stehen und wartete wohl auf mich. „Wie alt bist du? Vier oder fünf Jahre?“ Fragte ich als ich mit ihm auf einer Stufe stand. „Fünfeinhalb“ Kam es breit grinsend. “Gut, dann schreibe ich in meine Bewerbungen alleinerziehend“ “Du suchst ja nur einen Grund um mich zu schikanieren“ Ich hielt seine Hände fest damit er nicht wieder wegläuft und küsste ihn kurz. „Stimmt und wenn du nicht gleich aufhörst, fange ich sofort damit an und wir schlafen getrennt“ Erst dachte ich er gibt mir eine freche Antwort aber er umarmte mich nur und sah mich mit einem leicht überheblichen grinsen an. „Wollen wir wetten das du in meinem Bett schläfst?“
Ich sah in seine Augen und schluckte kräftig da ich ein wenig nervös wurde. Seine Hand wanderte unter meinem Oberteil langsam meinen Rücken nach oben während er mich interessiert musterte. Ertrinken könnte ich in seinen Augen und er weiß nur zu genau wie er mich einwickeln kann. Ich überlegte kurz aber es gab keinen Ausweg da ich weiß das er es sonst erst recht darauf anlegt mich in sein Bett zu locken und ich sowieso irgendwann schwach werde. „Dabei kann ich ja nur verlieren“ “Einsicht ist der erste Weg zur Besserung und du wirst es nicht bereuen“ “Nimm' den Mund nicht so voll!“ Eigentlich wollte ich das richtig ernst sagen aber es gelang mir nicht da er mich so schön anlächelte und ich langsam die Kontrolle über mich verlor. „Komme mit“ Meinte er nur und zog mich an der Hand hinter sich her in Richtung Schlafzimmer.

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